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2013-10-12

Thomas Schröder, Präsident des Tierschutzbundes besucht Montagsinspektion und nennt Straathof einen Verbrecher - Tierschutzbund spendet 5.000 € für Prozess gegen die Ferkelfabrik


Warten auf Thomas Schröder
 
Das Warten auf Thomas Schröder lohnt sich. Er findet später klare Worte: In meinen Augen ist Straathof ein Verbrecher!
 
Aus dem Nordkurier: Oberster Tierschützer kritisiert Investor scharf Alt Tellin • 07.10.2013 Die Luft aus Europas größter Schweinezuchtanlage zeigte sich mächtig dick, die Worte davor um so klarer: Deutschlands oberster Tierschützer hat bei einem Besuch an der Ferkelfabrik Alt Tellin den holländischen Investor als Verbrecher tituliert.
 

Pressekonferenz im Gutshaus Wietzow
 
Bürgerinitiative fordert bessere Agrarpolitik
„Alle unsere Befürchtungen werden wahr, Europas größte Ferkelfabrik belastet die Region mit Schwerlastverkehr und Gestank. Die gesundheitlichen Risiken die mit der Ausbringung von jährlich mehr als 60.000 t Gärreststoffen aus der Anlage verbunden sind, sind völlig ungeklärt. Von der Politik werden wir im Stich gelassen“ fasst Jörg Kröger, Sprecher der Bürgerinitiative, die Situation zusammen. Die Anwohner seien Leidtragende und Versuchskaninchen einer fehlgeleiteten Agrarpolitik. „Mit ihrer einseitigen Ausrichtung auf Agrarindustrie hat die bisherige Agrarpolitik in großem Umfang Arbeitsplätze vernichtet und zum wirtschaftlichen Verfall der ländlichen Räume geführt. Die Ansiedlung dringend erforderlicher weiterer Branchen im ländlichen Raum wird durch diese falsche Politikausrichtung in unerträglicher Weise erschwert“ so Kröger weiter. Die gegenwärtige Politik solle man nicht an ihren Sonntagsreden, sondern an ihren Ergebnissen messen. Die sprächen für sich. Seit der Wende seien mehr als 90% aller Arbeitsplätze in der Landwirtschaft vernichtet worden. Gleichzeitig seien zum 1.1.2010 in Mecklenburg-Vorpommern knapp 80 % aller BVVG-Pachtflächen an Betriebe über 500 ha verpachtet gewesen. Es sei neuer Großgrundbesitz entstanden, der von Wissenschaftlern mittlerweile als schlimmer als im Feudalismus angesehen werde. Landflucht und Leerstand, aber auch die Finanznot der Kreise und Kommunen hätten hier ihren Ursprung. Bäuerliche Landwirtschaft dagegen sorge für mehr Arbeitsplätze und mehr Wertschöpfung. Außerdem sei sie leichter tier- und umweltgerecht zu gestalten. Vor allem aber sei bäuerliche Landwirtschaft mit den Interessen der übrigen Landbewohner und mit anderen Wirtschaftsbranchen kompatibel und zum Beispiel kein Hindernis für die Ansiedlung von Tourismus. „Agrarindustrie ist ein Irrweg und darf deshalb nicht länger mit Steuergeld gefördert werden. Die freiwerdenden Mittel müssen für eine moderne bäuerliche Landwirtschaft eingesetzt werden. Landverpachtung und Landverkäufe des Bundes und des Landes dürfen nur noch zu diesem Zweck erfolgen.“ fordert der Sprecher der Bürgerinitiative, denn „Das Land braucht keine Agrarindustrie, sondern Landwirtschaft!“
 

Mehr als 100 Menschen sind gekommen

 
Thomas Schröder und Kerstin Lenz, die Landesvorsitzende des Deutschen Tierschutzbundes




Auch der Autocorso nach der Pressekonferenz zur Ferkelfabrik bot ein imposantes Bild


Das stärkste Fahrzeug führt




Info Tisch und Kaffee und Kuchen für die Demonstrant/innen


Während der halben Stunde Montagsinspektion stauen sich die Gülletanker vor der Anlage





Nicht jeder reagiert erfreut auf unsere Montagsinspektion



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